Topfen-Mohn-Salzstangerl

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Mein Herr Bruder wird nicht nur zum großen Griller, sonder auch zum Brotbäcker! Ah, das sind meine Gene! 🙂 Er hat heute diese Stangerl vom Backprofi Ofner gebacken. Sie haben mir so gut gefallen, dass ich sie sofort nachbacken wollte. Allerdings mag ich keine Körner im Brot. Also hab ich das Rezept ein bisschen abgewandelt.

Die genaue Anleitung kann auf der Website vom Ofner nachgelesen und sogar ein Video dazu angeschaut werden. Deshalb ist meine Beschreibung eher dünn ausgefallen.

Rezept:

  • 300 g Dinkelmehl
  • 80 g Roggenmehl
  • 10 g Salz
  • 10 g Biogerstenmalz
  • 6 g getrockneter Dinkelsauerteig
  • 1/2 Würfel Germ
  • 1 EL gemahlenes Brotgewürz
  • 80 g Topfen
  • 200 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

Einen Brotteig kneten und ca. eine halbe Stunde gehen lassen. Teilstücke zu ungefähr 80 g auswiegen und rund schleifen. Abgedeckt auf der Arbeitsfläche 10 min gehen lassen. Die Teiglinge mit der Hand flach drücken und oval ausrollen, dann zu Stangerl aufrollen. Befeuchten und in Mohn/Salzmischung tauchen. Abdecken und nochmal eine halbe Stunde auf dem Backblech gehen lassen. Währenddessen das Rohr auf 220° C Heißluft vorheizen. Die Stangerl zweimal schräg einschneiden. Ein Glas Wasser auf den Boden schütten und die Stangerl backen.

Ich hatte sie 10 min bei 220 Grad Umluft und dann noch 7 min bei 220 Grad Ober/Unterhitze.

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Bärlauch-Gnocchi

Ich leide an Frühjahrsmüdigkeit, Frühjahrschlappheit, war krank und fühlte mich elend. Irgendetwas musst passieren. Erstmal viel Schlaf, viel Sonne und dann noch frisches Grün. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Barlach Bärenenergie gibt. Hilfts nix, so schadts nix und lecker ist er allemal. Also raus in den Wald, naja, an den Waldrand und rasch ein paar Bärlauchblätter ins Sackerl gebrockt und auf nach Hause damit.

Bärlauch

Und nun? Es ist mir schon mal passiert, dass er im Kühlschrank vor sich hinvegetierte. Aber das ist mir wirklich nur einmal passiert! Vielleicht sollte ich mir vorher schon ein Rezept überlegen, bevor ich den Bärlauch holen gehe…

Gott sein Dank habe ich viele Kochbücher und das Italien Vegetarisch lag noch aufgeschlagen in der Küche. Da hat mich das Rezept der Brennnessel-Gnocchi mit Rucola angelacht und weil ich nun mal die Tochter meiner Mutter bin, und fast jedes Rezept ummodle war der Schritt ein kleiner die Brennnessel mit Bärlauch auszutauschen.

Zutaten:

  • 400 g mehlige Kartoffeln (Agria)
  • 120 g Dinkelmehl
  • 1 Ei
  • Salz (nicht zu wenig)
  • 1 Sackerl Bärlauch (keine Ahnung wie schwer der war)

Zubereitung:

Die Kartoffeln im Kartoffeldämpfer dämpfen, schälen und noch heiß durch die Kartoffelpresse in die große Teigschüssel drücken. Mehl, Ei und Salz (bloß nicht zu wenig, Kartoffeln schlucken eine Menge Salz!) und den fein gehackten Bärlauch dazugeben und zu einem Teig verarbeiten.

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Die Schüssel abdecken und den Teig eine viertel Stunde ruhen lassen.

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Auf der bemehlten Arbeitsfläche (ich verwende griffiges Mehl, dann klebts nicht) ca. 1 cm  dicke Würste formen und mit einem Messer kleine Gnocchi abstechen.

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Auf einem bemehlten Brett warten sie dann auf ihr Bad im kochenden Salzwasser.

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In diesem Zustand kann man sie auch gut einfrieren. Sobald sie durchgefroren sind, in ein Sackerl umfüllen, dann können sie nicht mehr zusammenkleben.

Im Rezept wird angegeben, dass die Gnocchi, sobald sie oben schwimmen fertig sind. Das ist mir zu kurz gewesen, sie waren nicht mal eine Minute im Wasser. Ich denke so zwei, drei Minuten sollten sie schon kochen. Man kann sie zwischendurch ja immer wieder mal probieren.

Die Gnocchi waren so lecker, dass ich nur die Mini-Portion, die ich fürs Foto gemacht habe mit Parmesan und Pfeffer gewürzt habe. Den Rest meiner Portion habe ich einfach mit etwas Olivenöl beträufelt und so gegessen.

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Natürlich sind trotzdem welche übriggeblieben, die habe ich heute in etwas Olivenöl in der Pfanne angebraten und mit einem Salat aus dem Garten verspeist. Lecker!!!

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Maronensuppe mit Kichererbsen

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Das ist ein Rezept aus dem Buch: Italien Vegetarisch. Ein Buch, das ist uneingeschränkt empfehlen kann! Ich habe schon so manches Rezept daraus gekocht, und alle waren einmalig lecker. Da wir ja nach Herrn Anton ein vegetarischer Haushalt sind, hab ich ihm eine Portion eingefroren. 🙂

Zutaten:

  • 300 g gekochte Maroni
  • 1 Glas gekochte Kichererbsen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleines Bund glatte Petersilie
  • Olivenöl
  • 1/2 Dose passierte Tomaten
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den klein gehackten Knoblauch und die gehackte Petersilie in Olivenöl andünsten, Maroni und Kichererbsen dazugeben, kurz mitschwitzen lassen. Passierte Tomaten dazugeben und ein paar Minuten einkochen lassen. Mit Wasser aufgießen salzen und pfeffern und ca. eine viertel Stunde köcheln lassen.

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Ich bin dann mit dem Pürierstab noch ein bisschen durch die Suppe gefahren, jedoch nicht zu lange.

Die Suppe war absolut lecker! Und irgendwann hab ich auch festgestellt, woran sie mich erinnert! An die Tomatensauce für die gefüllten Paprika à la Mama. Was allerdings lustig ist, die wird mit Einbrenn gemacht und es sind weder Maroni noch Kichererbsen in der Sauce. Was mich zu der Überlegung veranlasst, diese Suppe, fein püriert als Sauce für gefüllte Paprika zu verwenden. Ob ich mich noch dran erinnere, wenn meine Paprikapflanzen, die aktuell noch als Samen in Töpfen auf dem Badezimmerboden schlummern, zur Ernte bereit sind? Eine kleine Erinnerung wäre hier wohl angebracht…

 

Hilfe, ich brauche einen Acker!

Woran liegt das eigentlich, dass die Augen immer größer sind als der Magen, oder in meinem Fall als der Garten? Letztes Jahr bevölkerten ungezählte Töpfe und eine kleine Erdäpfelpyramide meinen Garten. Außerdem wuchsen noch einige Kartoffeln im Teichbeet, am Rand vom Kompost und eine sogar neben einer Rose. Die Ernte war nicht schlecht, über 20 kg Erdäpfel hab ich geerntet.

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Das waren natürlich nicht alle… 🙂

Ich musste allerdings auch feststellen, das die Ernte von der Pyramide am besten war, deshalb gibt es heuer die große Version davon, mit einem Quadratmeter Grundfläche.

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Es war eine wunderbare, schweißtreibende Arbeit. So eine Erdäpfelpyramide braucht Unmengen von Erde! Ich werde auf alle Fälle nachfüllen müssen.

Natürlich gibt es auch Kartoffeln, die da rein kommen. Ich habe bei Ellenbergs Kartoffelvielfalt fünf verschiedene Sorten bestellt. Nur sehr frühe bis frühe Sorten, weil Späte zum Einlagern hole ich bei unserem Biobauern. Allerdings heißt das, dass ich fünf Kilo Saatkartoffeln bekommen habe. Die lagern jetzt im Arbeitszimmer und sollen Triebe bilden, damit sie mit einem Wachstumsvorsprung in die Erde kommen.

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Nur, in welche Erde? Hat jemand eine Ahnung, wie viel fünf Kilo Saatkartoffeln sind? Was man da oben auf dem Bild sieht ist nur ein kleiner Teil und auch das sind schon zuviel für meinen Garten. Wohin soll ich nur mit ihnen?

Ein paar werden nach Oberösterreich zu meinen Eltern kommen. Das ist immer ein guter Platz, wenn ich nicht mehr weiß wohin, und ich denke Kartoffeln sind einfacher als Sulmtaler Hähne 🙂 Aber auch sie haben nicht so viel Platz, wie ich Kartoffeln habe. Platz hätten sie wohl schon, aber meine Frau Mutter wird keinen Rasen umbrechen, für meine Erdäpfel.

Es wäre also am besten, wenn ich einen kleinen Acker auftun könnte. Da hätten auch noch ein paar Zwiebel, Karotten, Kraut, … platz…

a suivre…

 

 

Papardelle mit Cavolo Nero

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Ich habe diese Woche mein quadratisches Hochbeet ausgeschaufelt, den Kompost unten reingefüllt und die Erde wieder draufgeschaufelt. Eine Arbeit, die nach Kohlenhydraten zum Abendessen schreit. Allerdings standen noch zwei Cavolo Nero Pflanzen auf den Hochbeet, die natürlich weichen mussten und deshalb auch gegessen werden sollten. Eine Suppe wollte ich nicht aus ihnen machen, also wurde eine Art Alio-Olio-Peperoncino-Cavolo Nero Pasta draus. Der Pastateig ist denkbar einfach und so viel besser als gekaufte trockene Nudeln. Vor allen Dingen sind die Nudeln in Null Komma Nix gemacht, zumindest wenn man nur zu zweit ist.

Einen absolut guten Tipp hab ich kürzlich im TV bei Martina und Moritz gesehen. Sie haben erst den Teig in Platten ausgewalzt und dann zum Antrocknen aufgehängt. Erst nach dem der ganze Teig in Platten gewalzt war, haben sie ihn in Nudeln geschnitten. Super Tipp! Sie kleben dann nicht mehr so, und man kann sie gut, mit wenig Mehl in Nestern auflegen.

Pastateig:

  • 200 g Dinkelmehl
  • 2 Eier

Zubereitung:

Mehl und Eier in der Moulinette schnell zu einem Teig verarbeiten, eventuell auf der Arbeitsfläche noch kurz durchkneten. In Folie gewickelt ruhen lassen. Mit der Nudelmaschine Bandnudeln machen.

Sauce:

  • Cavolo Nero
  • Olivenöl
  • Knoblauch
  • Chiliflocken
  • Salz

Zubereitung:

Den Kohl in ca. 1 cm breite Streifen schneiden und kurz in Salzwasser blanchieren, abseihen und mit eiskaltem Wasser abspülen.

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In der Pfanne Olivenöl mit Knoblauch und Chili leicht anrösten, Kohl dazugeben und die frisch gekochten Nudeln untermischen. Würzen nach Geschmack.

Der feine Geschmack des Cavolo Nero passe wunderbar zu den Nudeln.

Bananenbrot

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Bevor es weg ist, noch schnell ein Foto gemacht… Ich hab keine Ahnung mehr, wo mir Bananenbrot zum ersten Mal untergekommen ist, aber ich denke, es war auf irgendeinem YouTube-Kanal. Ich liebe reife Bananen, braune Flecken auf der Schale müssen sein. Solange ich noch etwas grün sehe, kann ich sie nicht essen. Für Bananenbrot braucht man genau diese Bananen, braun müssen sie sein! Und weil ich sie so mag, hat es eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich genug braune Bananen hatte, die in den Teig wandern konnten, ohne vorher schon in meinem Bauch zu landen.

Ja, ich weiß, meine Mutter würde sagen: der Kuchen is spindig… aber er ist so saftig, und gschmackig… und anscheinend muss er spindig sein… 🙂

Zutaten:

  • 300 g schön braune Bananen
  • 120 g weiche Butter
  • 110 g Moscovado Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • etwas Vanille
  • 130 g Dinkelmehl
  • 120 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 Teel. Backpulver
  • 100 g Sauerrahm

Zubereitung:

Butter, Zucker, Salz und Vanille schaumig rühren, Eier dazu geben, weiter schlagen. Die Bananen in Stücken in den Rührtopf werfen und kurz verrühren. Sauerrahm ebenfalls unterrühren, dann das Mehl mit dem Backpulver und den Nüssen unterrühren. In einer gebutterten und bemehlten Kastenform bei 180 °C eine gute Stunde backen.

Schmeckt mit einem Glas Milch ausnehmend lecker!

 

Griechische Teigtaschen

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Letzten Herbst waren wir zur Willkommensfeier (Taufe ohne Glaubensbekenntnis, oder so…) eingeladen. Die Oma des Täuflings ist Griechin und hat leckere Teigtaschen mitgebracht. Ich kann mich leider nicht mehr dran erinnern, ich hab sie wohl garnicht probiert, es hat zu viele leckere Sachen gegeben (wie immer zu viel, meint dazu Herr Anton). Letzten Samstag durfte ich sie allerdings bei meiner Freundin wieder probieren und was soll ich sagen, sie waren wirklich sehr lecker. Das Rezept klang so einfach, dass ich es mir natürlich nicht aufgeschrieben habe. Und natürlich habe ich es vergessen. Es leben die neuen Medien, da schreibt man kurz ein WhatsApp und schon kommt das Rezept flux zu einem an den heimischen Herd. Ebenso flux waren die Teigtaschen dann auch zubereitet und mit einem Salat aus dem Garten („Wohnt ihr in einer anderen Klimazone?“, fragte darauf der Bruder des Grillschlumpfs.) – nein, gute Planung, ein Hochbeet und eine Abdeckung und dann gibts den ganzen Winter frischen Salat aus dem Garten, auch nach arktischen 20 Grad minus.

Rezept:

  • 1 griechisches Joghurt
  • genau soviel Öl, wie in den Joghurtbecher passt
  • etwas Backpulver
  • eine gute Prise Salz
  • soviel Mehl, dass ein weicher Teig entsteht
  • griechischer Schafskäse
  • Gewürze nach Belieben

Zubereitung:

Aus Joghurt, Öl (halb Sonnenblumen, halb Olivenöl), Backpulver, Salz und Mehl einen Teig herstellen, ausrollen und Kreise ausstechen. Den Schafkäse zerbröseln, würzen und die Teigtaschen damit füllen. Im Rohr bei 220° C Ober/Unterhitze backen, bis sie braun sind.

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Wir haben die Teigtaschen lauwarm, mit einem Salat und einem Gläschen Traminer genossen. Der Herr Anton, der ja tageweise Vegetarier ist, war sehr angetan, auch mir haben sie bestens geschmeckt. Knuspriger, blättriger Teig, mit würziger Füllung. Wird es definitiv öfter geben. Kann ich mir auch gut, als kleine Happen zum Aperitif vorstellen!

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Limoncello di Paola

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Nun mag man sich überlegen, ob es dafür die rechte Jahreszeit sei. Eisgekühlte Zitronen? Anfang März? In einer Zeit in der ich langsam die Lust an Daunenjacken und flauschigen Kopfbedeckungen verliere? JA! Limoncello geht immer! Eisgekühlt aus der Tiefkühltruhe, genossen in kleinen Schlucken mit mindestens einem lieben Menschen, nach einem herz- und körpererwärmenden Abendessen.

Mein Rezept dazu kommt direkt aus Italien. Vorletztes Jahr waren wir an einem der langen Wochenenden im Mai am Comer See in einem wahrlich pittoreskem Agriturismo mit Blick auf den Luganer See (Ja, das ist wahr, keine geografische Verfehlung). Unsere Landlady Paola kredenzte uns nach jedem Abendessen einen sensationell leckeren Limoncello, dem wir sehr zusprachen. Nach ein paar geradebrechten italienischen Versuchen ihr das Rezept zu entlocken, ließ sie tatsächlich locker und verriet es mir.

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Dies ist nun schon die zweite Flasche, diesmal exakt nach Rezept hergestellt und auch aus den eigenen Zitronen. Unvergleichlich gut. Ich kann mich nicht mehr richtig erinnern, wie mein erster, natürlich kommerziell erworbener Limoncello, geschmeckt hat, aber ich sage mit dem Brustton der Überzeugung: es kann nicht besser gewesen sein. Frisch, fruchtig, süß, … schmeckt nach mehr!

Zutaten:

  • 300 ml Weingeist
  • die Schale von 4 Zitronen
  • 35o ml Wasser
  • 300 g Zucker

Zubereitung:

Die Zitronen sehr dünn (mit dem Sparschäler schälen) und im Weingeist für 15 Tage lang ziehen lassen. Dein Weingeist abseihen. Wasser und Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Alles vermischen, in eine Flasche füllen und im Tiefkühler lagern.

Der Limoncello wird im Tiefkühler ein bisschen dickflüssiger, friert aber durch den hohen Alkoholgehalt nicht ein.

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Blick auf den Luganer See

 

 

Deo selbstgemacht

Seit Jahren benutze ich keine käuflich zu erwerbenden Deos mehr. Angefangen hat alles mit meiner Schwägerin, die mit Cremedeos experimentierte und die ganze Familie damit eingedeckt hat. Die Diskussion über Aluminium im Deo möchte ich hier nicht lostreten, missionieren ist mir zuwider. Der Geruch nach Kokosöl im Cremedeo war mir irgendwann ebenfalls zuwider und die heißen Temperaturen im Sommer ließen es auch noch dahinschmelzen, gerade dann, wenn man es eigentlich am dringendsten brauchen würde.

Ich begab mich also auf die Suche nach etwas Neuem, denn ohne Deo fühle ich mich einfach nicht wohl. Es gibt wie immer viele Seiten und Rezepte im Internet. Das Rezept und die Erklärungen der Schwatzkatz haben mir am besten gefallen, und deshalb habe ich sie auch so übernommen.

Ich koche 100 ml Wasser auf und lasse es abkühlen. So ganz genau bin ich nicht:

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Das Wasser hatte ungefähr 40 °C als ich einen Teelöffel Natron eingerührt habe. Ich habe eine neue Marke, das ist sehr feines Pulver, das nach zwei Umdrehungen im dem Löffel schön völlig aufgelöst war. Zu heiß darf das Wasser allerdings nicht sein, sonst wird es zu Natronlauge. Aber Schwatzkatz hat das so wunderbar beschrieben, dass ich gerne nochmal an sie verweise.

Dann füll ich es in meine Sprühflasche ab, gebe noch ca. 8 Tropfen Lemongrasöl und 4 Tropfen Lavendelöl dazu, und schon ist das Deo fertig.

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Vor Gebrauch muss man es allerdings schütteln, weil sich das Öl natürlich oben absetzt.

Es dauert eine Zeit, bis der Körper sich umgestellt hat auf ein natürliches Deo, das habe ich auch festgestellt. Aber jetzt bin ich sehr zufrieden damit und würde nie mehr ein Deo aus einer Drogeriemarktkette oder einem Supermarkt verwenden. Die Herstellung ist denkbar einfach und schnell und auch noch kostengünstig.

Fermentierter Knoblauch

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Ich habe vergangenes Jahr schon ein bisschen experimentiert, was die Fermentation betrifft. Seit dem Kurs vorletztes Wochenende bin ich aber so infiziert, dass ich garnicht weiß, wo anfangen oder vor allen Dingen, wo ich wieder aufhören soll.

Die große Fermentier-Bibel von Sandor Katz: Die Kunst des Fermentierens, liegt nicht nur auf meinem Nachtkästchen. Sie liegt auf dem Couchtisch, sie liegt auf dem Esstisch, und am aller meisten liegt sie in meinen Händen. Ich lese darin und bin ganz fasziniert, was noch so alles auf mich zukommt.

Ein Ergebnis meiner letztjährigen Fermentierlaune ist obiger Knoblauch. Den hab ich einfach in Honig eingelegt, auf ein Stück Küchenrolle gestellt und in der Küche arbeiten lassen. Anfangs hab ich ihn mehrmals täglich gewendet und gedreht, dann ist er irgendwann in die Speis gewandert und wartete dort darauf verkostet zu werden. Gestern Abend war es dann soweit. Der Herr Anton musste auch eine Zehe probieren, sonst hätte ich ihm nicht mehr nahe kommen dürfen. 😉 Er schmeckt nämlich schon noch nach Knoblauch. Viel besser allerdings schmeckt mir der Honig. Er ist flüssiger geworden, hat einen leckeren Knoblauchgeschmack und eignet sich ganz bestimmt für feine Dressings.

Das Rezept hab ich von der Homepage Wilde Fermente. Ebenfalls ein Schatz an Informationen übers Fermentieren. Auf alle Fälle lesenswert! Und nachmachenswert! 🙂