Bereits im Herbst hab ich mich an das (naja, immerhin für mich) gewagte Abenteuer von Sauerkraut im Glas gemacht. Nachdem ich bei Petra von Chili und Ciabatta davon gelesen habe und sie eigentlich für Qualität bürgt, habe ich es sofort ausprobiert. Es war allerdings noch fast ein Frühkraut, also dementsprechend grün. Macht nix! es schmeckt ausgezeichent. Auch jetzt noch, vier Monate später. Also habe ich heute wieder einen Krautkopf zerhackt und fünf Gläser Sauerkraut eingelegt. Trotz des Erfolges erscheint es mir immer noch eigenartig. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir zu Hause Sauerkraut „einhobelten“. Der große Holzbottich wurde erstmal ein paar Tage in Salz eingeweicht, damit er sich vollsaugen konnte und dann wurden Berge von Krautköpfen verhobelt, mit Salz und Gewürzen bestreut und ich hatte meine helle Freude, wenn ich den Deckel festdrehen durfte. Soweit es meine Kinderarme eben schafften. Sauerkraut im Glas scheint mir ein bisschen zu profan, aber es schmeckt lecker und ist die perfekte Methode für mich.

Zutaten:

  • 1,5 kg Weißkraut
  • 30 g Salz
  • 3 Tl Kümmel
  • 10 Wacholderbeeren

Das Kraut fein hobeln, mit den übrigen Zutaten in einer großen Schüssel mit den Händen ordentlich verkneten, in Gläser füllen, fest drücken, mit Klarsichtfolie abdecken und den Deckel draufschrauben. Für ca. 6 Tage in der Küche stehen lassen, dann in den kühlen Keller umsiedeln. Nach drei Wochen kann es bereits verwendet werden.

Es wird in den ersten Tagen Saft austreten, das ist völlig normal, einfach wegwischen.

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